Gelobt sei Jesus Christus!

Herzlich willkommen im Kloster Stiepel!


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Stiepeler Kloster-Blog


Herzliche Einladung zur Lesung der Literarischen Gesellschaft am 9. Juni 2026 um 19.00 Uhr

Gharbi M. Mustafa – Stimme aus dem Schatten der Diktatur: Gharbi M. Mustafa ist Schriftsteller und Literaturwissenschaftler aus dem irakischen Teil Kurdistans. In seinem Roman „Wenn Berge weinen", der auf eigenen Erfahrungen beruht, erzählt er von einer Kindheit, die im Kurdistan der 1970er- und 1980er-Jahre nicht in Geburtstagen, sondern in Momenten gemessen wird, die der Unschuld ein Ende setzen. Im Zentrum steht ein Junge, der in eine Heimat zurückkehrt, die ihm fremd geblieben ist, und für sein Anderssein bestraft wird. Freundschaft lernt er mit Fäusten, Männlichkeit durch Schmerz, die erste Liebe unter den wachsamen Augen einer Gesellschaft im Ausnahmezustand – während zu Hause das Schweigen des Vaters lauter dröhnt als der Krieg. Als die Gewalt Hunderttausende in die Flucht treibt, führt sein Weg ihn mit den Ziegen des Vaters über Minenfelder, durch Hunger, Regen und Schlamm bis an eine verschlossene Grenze, wo er begreift, dass Schuhe im Krieg wichtiger sein können als Scham. Mustafa verbindet persönliche Erinnerung mit literarischer Gestaltung – in poetischer Sprache und mit leiser Ironie, zwischen Schrecken und Humor, Verlust und Widerstandskraft. So entsteht ein Raum für Fragen nach Heimat, Identität und Überleben. „Wenn Berge weinen" ist in deutscher Übersetzung im Transit Verlag erschienen. Die Lesung versteht sich zugleich als Gespräch über Literatur als Zeugnis und über die Kraft der Hoffnung selbst in den dunkelsten Zeiten. Termin: Lesung im Mariensaal des Klosters Stiepel, Am Varenholt 9, 44797 Bochum. Beginn 19 Uhr. Moderation: Dr. Ralf Glitza. Eintritt frei – um eine Spende wird gebeten.

Nächste Monatswallfahrt mit Abt Andreas Werner OSB

Ganz herzlich möchten wir Sie zur nächsten Monatswallfahrt am Donnerstag, 11. Juni 2026, einladen: diesmal mit Abt Andreas Werner OSB von der Benediktinerabtei Gerleve. Wie immer beten wir um 18:00 Uhr gemeinsam den Rosenkranz und feiern im Anschluss die Heilige Messe. Danach laden wir zu einer kleinen Agape im Pfarrheim ein.

Rückblick auf das Auditorium mit Dr. Michael Stephan Kornau über die Hospizbewegung

Am 19. Mai 2026 sprach im Auditorium Kloster Stiepel Diakon Dr. Michael Stephan Kornau über: "Würde versus Werte? Die Hospizbewegung am Scheideweg". Anlässlich des 40. Jubiläums der Gründung des ersten deutschen Hospizes in Recklinghausen, dessen Geschäftsführer er ist, sprach der Referent über die ideellen Grundlagen der christlichen Hospizbewegung sowie die ökonomischen und ethischen Herausforderungen in den gegenwärtigen Umbruchzeiten. Die stationären Hospize stehen längst in einem Spannungsfeld zwischen palliativer Fürsorge und Suizidbegleitung. Die gesellschaftlich wachsende und rechtlich zunehmend gestützte Akzeptanz eines "Rechts auf selbstbestimmtes Sterben" setzt die Sterbenden in ihrer Entscheidung einem prekären Druck aus, der mit dem verfassungsmäßigen Schutz des Lebens kollidiert. Das Video des live gestreamten Vortrags ist hier weiterhin abrufbar.

Erwachsenentaufen in Sankt Marien

Auch wenn die Taufe von Erwachsenen und Jugendlichen weiterhin eine Ausnahme darstellt, verzeichnet besonders Frankreich seit einigen Jahren einen Boom. Auch in unserer Pfarrei lassen sich regelmäßig Erwachsene taufen, weil sie zum Glauben gefunden haben und Zugang zu den Sakramenten der Kirche und zu unserem Gemeindeleben finden möchten. Unsere Mitbrüder bereiten Taufbewerber gerne auf die Taufe, Firmung und Erstkommunion vor, die häufig in der Osternacht oder einer anderen Gemeindemesse gefeiert werden. Mehr Informationen hier: Erwachsenentaufe

Rückschau auf den Workshop „Rosenkranz knüpfen“

Am Wochenende des 16. und 17. Mai 2026 fand ein Klosterworkshop unter der Leitung von P. Nikodemus und Frau Dr. Barbara Heisterkamp statt: Die 10 Teilnehmenden lernten ihre selbst zusammengestellten Rosenkränze zu knüpfen - das Ergebnis konnte sich sehen lassen! - und zugleich ihr Wissen über das Rosenkranzgebet zu vertiefen. Die feierliche Segnung der Rosenkränze und das gemeinsamen Beten bildeten den Abschluss.

Unser Novize heißt Frater Johannes

Am 1. Mai, dem Gedenktag des hl. Josef, des Arbeiters, hatten wir die große Freude, Herrn Yonis Yahallo nach einer einjährigen Kandidatur in das Noviziat aufzunehmen. Im Kapitelsaal wurde er von P. Prior Maurus mit dem Novizenhabit bekleidet und erhielt seinen neuen Ordensnamen: Frater Johannes. Seinen Namenstag wird er künftig am 27. Dezember (Hl. Apostel und Evangelist Johannes) feiern. Ab jetzt beginnt für ihn die einjährige Ausbildung zum Mönch mit Unterstützung der Mitbrüder durch den Novizenmeister P. Rupert. Wir bitten für beide um das Gebet, dass die Berufung von Frater Johannes in unsere Gemeinschaft immer tiefere Wurzeln schlage und reife.

Vortrag von Dr. Roswitha Abels beim Gemeindesonntag über die Geschichte der Pfarrei

Am Sonntag, 03. Mai 2026, fokussierte der Gemeindesonntag der Pfarrei St. Marien auf die über 1000-jährige Geschichte der Seelsorge in Stiepel. Den reich bebilderten Vortrag hielt Frau Dr. Roswitha Abels, die das Pfarrarchiv seit 20 Jahren ehrenamtlich leitet. Im Jahr 1008 kam es auf dem Haupthof der “Villa Stipula” durch die heilige Gräfin Imma von Stiepel zur Errichtung einer Eigenkirche. Die heutige Stiepeler Dorfkirche wurde 1610 endgültig evangelisch. Nachreformatorisch kam es erst 1914-15 zum Bau eines katholischen Gotteshauses - der heutigen Kirche St. Marien. Sie beherbergt seit 1920 das Gnadenbild der Schmerzhaften Mutter, das erst 1820 aus der Dorfkirche entfernt wurde und in privaten Besitz wechselte. Die neue Wallfahrtskirche wurde 1955 zusätzlich zur Pfarrkirche (Patrozinium: Schmerzhafte Mutter) erhoben und mit Gründung des Zisterzienserklosters 1988 auch Klosterkirche. Das Video des live gestreamten Vortrags ist hier weiterhin abrufbar.